Der Chemnitzer Friedenstag am 5. März 2017

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Am 5. März jährte sich einmal mehr die Bombardierung der Stadt Chemnitz im Zweiten Weltkrieg. Und damit auch der Chemnitzer Friedenstag, ein friedliches Gedenken im Zeichen von Mitmenschlichkeit und Toleranz. Eine Veranstaltung, die in der momentanen politischen Situation wichtiger denn je ist. Allerorts gedeihen längst überwunden geglaubte Ressentiments und eine Rhetorik der Spaltung und Ausgrenzung. Tausende Menschen, die vor dem Bürgerkrieg in Syrien fliehen, haben die Bombardierung ihrer Häuser und ihrer Heimat am eigenen Leib erlebt. Anstatt dass man ihnen mit Verständnis begegnet, treffen sie hier nach ihrer Flucht erneut auf Gewalt und rassistische Anfeindungen.

Dass es auch anders geht, zeigt jedes Jahr der Chemnitzer Friedenstag. Mit einem reichhaltigen Programm aus Konzerten, Theateraufführungen, spielerischen und sportlichen Betätigungen für Deutsche und Geflüchtete sollen die Wörter Vielfalt und Offenheit nicht länger leere Begriffe bleiben. Ein Konzept, das aufgeht! Auch wir haben uns gerne wieder am Programm des Friedenstages beteiligt. An unserem Infostand im Stadthallenpark konnten wir zahlreiche interessante Gespräche führen, während in einer gemeinsamen Graffiti-Aktion mit der Bürgerinitiative Aktion C farbenfrohe Friedensbanner entstanden.

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Jahr für Jahr wurde der 5. März allerdings von neofaschistischen Gruppierungen instrumentalisiert, um ihre eigene, krude Weltsicht nach außen zu tragen. Sie wollen allein der deutschen „Opferrolle“ gedenken und menschenverachtenden Geschichtsrevisionismus verbreiten. Der breite Einsatz der Chemnitzer Zivilgesellschaft dagegen macht deutlich: Solcher Propaganda soll nie wieder unwidersprochen das Feld überlassen werden! Und dieser Einsatz zahlt sich aus: 2017 war seit langer Zeit das erste Jahr, an dem der 5. März ohne einen Aufmarsch rechter Gruppierungen begangen werden konnte. Deshalb sei an dieser Stelle auch ein großes Dankeschön ausgesprochen: An die Organisatoren der AG Friedenstag, aber auch dem Bündnis Chemnitz Nazifrei für ihre unablässige Mobilisierung gegen rechtes Gedankengut, und nicht zuletzt allen Chemnitzern und Chemnitzerinnen, die an einem Tag wie diesem Gesicht zeigen gegen Hass und für ein besseres, ein offenes Chemnitz einstehen.

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