Einsatz mit Erfolg: Albert Woodfox freigelassen!

Nach unmenschlichen 43 Jahren grausamer Isolationshaft, die von den Vereinten Nationen als Folter bezeichnet wurde, haben die Vereinigten Staaten ihren Staatsbürger Albert Woodfox nun endlich aus dem Gefängnis entlassen. Ein Erfolg für die Gerechtigkeit, aber auch für Amnesty International und seinen beständigen Einsatz für Woodfox.

Albert Woodfox wurde vorgeworfen, einen Gefängniswärter ermordet zu haben, als er eine Haftstrafe wegen Raubüberfalls verbüßte. Objektive Beweise konnten in all der Zeit nie gefunden werden. Die Verurteilung beruhte hauptsächlich auf den zweifelhaften Bezichtigungen eines anderen Gefängnisinsassen, der später für seine Aussage begnadigt wurde. Woodfox und seine UnterstützerInnen, darunter auch die US-Amerikanische Sektion von Amnesty International, vermuten die wahren Gründe seiner langen Inhaftierung an einer ganz anderen Stelle: Woodfox war Mitglied der sogenannten „Angola 3“, einer Bürgerbewegung, die sich für die Rechte von Schwarzen in den USA einsetzte.

Nach 43 Jahren, in denen sein Schuldspruch drei Mal aufgehoben wurde, wurde Woodfox am 19. Februar 2016, seinem 69. Geburtstag, nun endlich begnadigt. Das ist zugleich ein Erfolg für die Arbeit von Amnesty International, nicht zuletzt für unsere Chemnitzer Gruppe. Im Dezember war Albert Woodfox einer der Fälle, für die wir uns beim Briefmarathon eingesetzt haben. Weit über einhundert Briefe mit der Forderung nach Woodfox‘ Freilassung konnten alleine in Chemnitz gesammelt werden, weltweit wurden zehntausende Briefe an den zuständigen US-Gouverneur abgeschickt. Für uns ist das ein weiteres deutliches Zeichen, dass unsere Arbeit nicht erfolglos bleibt, und dass auch eine so simple Handlung wie das Verfassen eines Briefes Großes bewirken kann, wenn alle gemeinsam zum Stift greifen.

Veröffentlicht in Allgemein

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