Flashmobs gegen weltweite Folter am 27.11.14

STOP-FOLTER-AKTIONSWOCHE IN SACHSEN: DIE HOCHSCHULGRUPPEN DER UNIVERSITÄT LEIPZIG, TU DRESDEN UND TU CHEMNITZ MACHEN VOM 24. BIS 28. NOVEMBER AUF DIE WELTWEIT IN VIELEN LÄNDERN STATTFINDENDE FOLTER AUFMERKSAM.

CHEMNITZ, 21.11.2014
– „Wir wollen die Menschen wachrütteln zur Weihnachtszeit”, sagt Bezirkssprecherin Sabrina Schmidt. „Folter ist ein Thema, das uns alle angeht. Denn: Es zerstört die Würde des Menschen und die Menschen selbst.” Während der fünf Tage wird es Infostände mit Petitionen an den jeweiligen Hochschulen geben, zudem werden Jutebeutel mit „Stop Folter“ bedruckt und verschenkt. Höhepunkt der Aktionswoche werden die Flashmobs in Chemnitz, Dresden und Leipzig am Donnerstag, den 27.November sein.

Psychisches oder physisches Leid wird oft eingesetzt, um Informationen aus Menschen zu erpressen oder deren Willen oder Widerstand zu brechen. „Folter ist nicht nur eine menschenverachtende Praxis; die Informationen, die aus den Menschen herausgepresst werden, sindauch nutzlos”, so Schmidt. „Menschen aus der Zivilgesellschaft werden unter Folter oder der Androhung davon zu einem Geständnis gezwungen, etwa eine Straftat begangen zu haben. Natürlich wird ein Mensch alles Mögliche zugeben, wenn er gefoltert wird.”

156 Staaten haben bislang die Antifolterkonvention, die am 10.12.1984 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde, ratifiziert. In 79 dieser Staaten wird jedoch auch heute noch gefoltert. „Die im Mai 2014 gestartete Kampagne wollen wir jetzt zur Weihnachtszeit nach Sachsen bringen”, so Schmidt. „Wir wollen die Menschen dazu animieren genau hinzuschauen, wenn gefoltert wird und nicht wegzuschauen.” Amnesty hat bereits zu Beginn der Kampagne konkrete Maßnahmen gegen Folter gefordert, auch von der Bundesregierung. Diese soll Länder wie Mexiko, die Folter auch heute noch einsetzen, stärker unter Druck setzen. Schmidts Wunsch für die Aktionswoche: „Wir wollen die Menschen sensibilisieren und mit dem Flashmob ein Zeichen gegen Folter setzen.”

Die Flashmobs finden im Hörsaalgebäude der Uni Leipzig und dem Mensavorplatz der TU Chemnitz jeweils um 13 Uhr statt. In Leipzig wird es zusätzlich um 18 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt einen Flashmob geben, der von der Amnesty-Jugendgruppe in Leipzig unterstützt wird. In Dresden wird der Flashmob im Zeitraum von 16 bis 18 Uhr bei der Eröffnung des Striezelmarkts stattfinden.

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