Recht auf Bildung: Schwangere Mädchen in Sierra Leone

Schwangere Mädchen dürfen in Sierra Leone keine Schule besuchen oder Prüfungen ablegen. Dadurch wird ihnen ihr Recht auf Bildung vorenthalten, sie werden diskriminiert und durch diese Maßnahme noch zusätzlich stigmatisiert. Das sind sie ohnehin bereits dadurch, dass während des Gesundheitsnotstandes im Zuge der Ebola-Epidemie sexuelle Gewalt, Vergewaltigungen und ausbeuterische Beziehungen stark zugenommen haben. Zugang zu einer Schwangerschaftsverhütung wird ihnen nach Vergewaltigungen verwehrt. Dafür werden sie noch zusätzlich dadurch erniedrigt, dass an den Schulen Schwangerschaftstests durchgeführt werden. Viele Mädchen entziehen sich dieser Stigmatisierung und dem Ausschluss aus der Schule dadurch, dass sie sich Bauch und Brüste abschnüren und damit ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.

Am Donnerstag, dem 21. Januar, werden wir von 10:45 Uhr bis 14:15 Uhr in der Mensa der TU Chemnitz (Reichenhainer Straße) Unterschriften für eine sofortige Aufhebung dieser diskriminierenden Maßnahmen sammeln. Außerdem wird es eine Fotoaktion geben, bei der sich Interessierte mit einer eigenen Botschaft für das Recht auf Bildung und gegen Diskriminierung verewigen lassen können. Die Fotos werden anschließend mit Erlaubnis der fotografierten Personen auf unserer Facebook-Seite (www.facebook.de/AmnestyChemnitz) veröffentlicht.

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