Rüstungstransfers und Menschenrechtsverletzungen: Ausstellung und Filmabend am 13.06.2016

Das Geschäft mit Leid und Tod: Jedes Jahr sterben mehr als eine halbe Million Menschen durch Waffengewalt, gleichzeitig wird das Volumen des weltweiten Waffenhandels jährlich auf bis zu 100 Milliarden US-Dollar geschätzt. Deutschland zählt dabei als viertgrößter Rüstungsexporteur zu den Topverdienern. Mit der Plakatausstellung „Rüstungstransfers und Menschenrechtsverletzungen“ wollen wir darauf aufmerksam machen, dass der Waffenhandel maßgeblich zur Eskalation von Kriegen beiträgt und zu Menschenrechtsverletzungen führt.  Die Ausstellung ist noch bis Juli in der 5. Etage des Tietz zu sehen.

Zudem zeigen wir im Rahmen der Ausstellung die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Dokumentation „Tödliche Exporte – Wie das G36 nach Mexiko kam“. Investigative Reporter entlarven dabei einen der bisher folgenschwersten illegalen Waffendeals in der deutschen Rüstungsexportgeschichte. Exemplarisch verdeutlichen die Recherchen, wie Heckler & Koch den politischen Grundsatz, keine Waffen in Krisengebiete zu liefern, erstaunlich leicht umgehen konnte, sodass G36 Sturmgewehre in die Hände von gewaltbereiten Polizisten, Auftragsmördern und anderen Verbrechern gelangen konnten.

Erst im vergangenen Herbst wurde in diesem Zusammenhang Anklage gegen zwei ehemalige Geschäftsführer und vier weitere Ex-Mitarbeiter des Oberndorfer Rüstungsunternehmens  erhoben. Wie ein schlechter Scherz mag jedoch erscheinen, dass Staatsanwälte derzeit auch gegen die investigativen Journalisten vorgehen – weil sie Teile einer geheimen Ermittlungsakte gegen Heckler & Koch veröffentlicht haben.

Kommt vorbei, informiert Euch und diskutiert mit uns darüber!

Datum: Donnerstag, 13.06.2016, 19:00 Uhr
Ort: Das Tietz, Volkshochschule Chemnitz Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz, Raum 407

Veröffentlicht in Allgemein

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