STOP-FOLTER-SHOP – AUSSTELLUNG IM LOKOMOV

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ZWISCHEN DEM 2. UND 5. JULI 2015

ORGANISIERT AMNESTY INTERNATIONAL CHEMNITZ IM RAHMEN DER „STOP-FOLTER“ KAMPANGE EINE AUSSTELLUNG IM LOKOMOV AM SONNENBERG

CHEMNITZ, 22.06.2015 – Folter geht Dich nichts an?! Denn Folter ist zu weit weg und ein Relikt aus dem Mittelalter? Für Folter werden spezielle Werkzeuge benötigt? – Nein, denn Folter ist viel näher, alltäglicher und aktueller als Du vielleicht denken magst.
Am 26. Juli ist der „Internationale Tag zur Unterstützung der Folteropfer“ und in diesem Rahmen steht auch die Ausstellung „Stopp Folter Shop“ vom 2. bis zum 5. Juli 2015 nach Berliner Vorbild im Lokomov in der Augustusburger Straße 102 am Sonnenberg – organisiert durch die Stadtgruppe Amnesty International Chemnitz.
Ziel dieser Ausstellung soll es sein, den Menschen zu zeigen, wie scheinbar banale Alltagsinstrumente und Gegenstände in der ganzen Welt als Folterinstrumente missbraucht werden.
Die Ausstellung wird täglich ab 12:00 Uhr geöffnet sein und am Freitag, den 03. Juli wird zusätzlich ab 19:00 Uhr der Film über die Geschichte des deutschen Murat Kurnaz gezeigt, welcher über fünf Jahre in Guantanamo interniert war und dort gefoltert wurde. Der Eintritt zur Ausstellung und dem Film ist kostenlos.

FOLTER – EIN WELTWEITES AKTUELLES THEMA

Schlafentzug, Elektroschocks, simuliertes Ertränken. Es gibt viele Arten, Menschen zu foltern – immer wird den Betroffenen schweres Leiden zugefügt, soll ihr Wille gebrochen werden. Oft kämpfen sie ihr Leben lang mit den Folgen. Meist sind es staatliche Sicherheitskräfte, die Folter durchführen, anordnen oder billigen. Die Abkommen der Vereinten Nationen stellen klar: Folter ist verboten – überall und unter allen Umständen.
Der Jahresbericht 2014 von Amnesty International zeigt jedoch: in mindestens 79 Staaten wird noch gefoltert und aus 141 Ländern liegen in den vergangenen fünf Jahren glaubwürdige Berichte über Folter und oder andere Misshandlungen vor. So gelte in vielen Staaten Folter als einfachster Weg, um Geständnisse zu erpressen, schnell vermeintliche Ermittlungserfolge vorzuweisen, oder zur Abschreckung, etwa um politische Gegner zum Schweigen zu bringen.
Aus einer Umfrage durch Amnesty International im Rahmen der Anti-Folter-Kampagne unter mehr als 21.000 Menschen in 21 Ländern, beim Institut GlobeScan in Auftrag gegeben, geht hervor, dass 44 Prozent der weltweit Befragten befürchten, nach einer Festnahme in ihrem Heimatland gefoltert zu werden. Amnesty International kämpft daher für eine Welt ohne Folter.
Amnesty International Chemnitz,
Chemnitz, den 22.06.2015

Ansprechpartner für weitere Infos:

Name: Antonin Fischer
Telefon: +49 1520/8389931
Email: info@amnesty-chemnitz.de

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